Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

Aktuelles

Ankündigung

 

Im Rahmen des forMuse-Projektes „Entzug und Restitution von Kraftfahrzeugen und die sozioöko­no­mi­schen Folgen. Aspekte zur Verkehrsgeschichte Österreichs 1930–1955“ findet im Oktober 2010 im Technischen Museum Wien ein internationales Workshop statt. Dabei sollen Fragen des Entzugs und der Restitution von Kraftfahrzeugen vor dem Hintergrund der be­ginnenden Motorisierung und sich durchsetzenden und von verschiedenen politischen Systeme unterschiedlich gesteuerten Massenmobilität analysiert werden. Angeregt durch die in Österreich mittlerweile gut verankerte Provenienz­forschung an Museen, will das Workshop den bislang vor allem auf Kunst­gegenstände bezo­genen Blick der Pro­venienz­forschung auf tech­nische Objekte ausdehnen und ihren sozio­kulturellen Kontext neu abstecken.

 

Kontakt und Anmeldung (wegen beschränkter Raumkapazität notwendig):

Dr. Christian Klösch ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ), Dr. Verena Pawlowsky ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )

Technisches Museum Wien, Mariahilfer Straße 212, A–1140 Wien (www.tmw.at)

 

 

Gelenkte ‚Auto-Mobilität’

Zum Verhältnis von Mobilität und Politik in Österreich

und dem Deutschen Reich 1933–45

ForMuse-Workshop im Technischen Museum Wien

21. Oktober – 23. Oktober 2010

 

Programm, Stand 06/2010

 

 

Donnerstag, 21. Oktober 2010

 

Abendprogramm

 

 

Freitag, 22. Oktober 2010

 

9.00 – 9.30 Uhr / Begrüßung

·         Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum Wien, Direktorin)

·         Ursula Brustmann (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Programmleitung ForMuse)

·         Christoph Bazil (Kommission für Provenienzforschung, Administrative Leitung)

 

9.30 – 10.00 Uhr / Workshop-Einleitung

·         Christian Klösch/Verena Pawlowsky (ForMuse-Projekt: Entzug und Restitution von Kraftfahrzeugen und die sozio-ökonomischen Folgen. Aspekte zur Verkehrsgeschichte Österreichs 1930–1955)

 

10.00 – 11.00 Uhr / Panel 1: Nationalsozialistische Verkehrspolitik

  • Christopher Kopper (Bielefeld): Modernität und Scheinmodernität nationalsozialistischer Verkehrspolitik
  • Michael Makropoulos (Berlin): Autobahnbau, Massenmotorisierung und die infrastrukturelle Konstruktion der „Volksgemeinschaft“

CHAIR: Helmut Trischler (München)

 

11.00 – 11.15 Uhr: Kaffeepause

 

11.15 – 12.45 Uhr / Panel 2: Motorisierung und Tourismus

  • Georg Rigele (Wien): Motorisierung, Tourismus, politische Symbolik. Die Großglockner Hochalpenstraße und die Wiener Höhenstraße
  • Richard Vahrenkamp (Kassel): Gelenkte Mobilität auf der Autobahn München – Salzburg 1933–1939
  • Kristina Skåden (Oslo): Bringing things back: Norwegians on the road in Germany 1933–1940

CHAIR: Christian Klösch (Wien)

 

12.45 – 14.00 Uhr: Mittagessen

 

14.00 – 15.30 Uhr / Panel 3: „Vehikel“ der Massenmotorisierung

  • Reinhold Bauer (Wien): Ein deutscher „Sonderweg“ in die Massenmotorisierung? – Das Motorradland Deutschland in der Zwischenkriegszeit
  • Manfred Grieger (Göttingen): Vom KdF- zum Kübelwagen. Zur nationalsozialistischen Simulation einer Massenmotorisierung bis 1939 und zur Nachwirkung des technisierten Krieges auf die automobile Mentalität der deutschen Gesellschaft
  • Oliver Kühschelm (Wien): Österreichs Volkswagen. Automobilisierung 1930 bis 1960

CHAIR: Verena Pawlowsky (Wien)

 

15.30 –16.00 Uhr: Kaffeepause

 

16.00 – 17.00 Uhr / Panel 4: Das Automobil als Schaustück im Museum

  • Bettina Gundler (München): Ein Schaufenster für die deutsche Automobiltechnik und -industrie – Die Kraftfahrzeugsammlung und -ausstellung des Deutschen Museums 1933–1945
  • Anne-Katrin Ebert (Wien): „Den Vorfahren zur Ehre, der Jugend zur Lehre.“ Die Sammlung Straßenverkehr des Technischen Museums Wien

CHAIR: Helmut Lackner (Wien)

 

17.00 – 18.00 Uhr: Führung durch die Verkehrssammlung des Technischen Museums Wien

 

19.30 Uhr: Gemeinsamer Heurigenbesuch

 

 

Samstag, 23. Oktober 2010

 

9.00 – 10.30 Uhr / Panel 5: Autobesitz: Dimensionen und Aspekte

  • Bernd Kreuzer (Zürich): Die Anfänge der Massenmotorisierung in Mitteleuropa aus der Sicht der Statistik: Hintergründe und Auswirkungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten 1930–1950
  • Verena Pawlowsky (Wien): Autobesitz in den 1930er Jahren
  • Michael John (Linz): Das Automobil als Objekt der Begierde. Eine Fallstudie aus der „Provinz“

CHAIR: Christian Klösch (Wien)

 

10.30 – 11.00 Uhr: Kaffeepause

 

11.00 – 13.00 Uhr / Panel 6: Mobilität und politische Gewalt

  • Kurt Bauer (Wien): Politik, Gewalt und Motorisierung in den 1930er Jahren. Überlegungen zu einem ungeklärten Thema
  • Frank Steinbeck (Berlin): Enteignung und Arisierung von Kraftfahrzeugen im Dritten Reich 1933–1939
  • Helmut Landerer (Frankfurt/M): „[W]enn ich nur erst meinen Führerschein wieder hätte!“ – Mobilitätsverbote für Juden im Nationalsozialismus
  • Christian Klösch (Wien): Entzug und Restitution von Kraftfahrzeugen in Österreich. Eine Zwischenbilanz

CHAIR: Oliver Kühschelm (Wien)

 

13.00 – 13.30 Uhr / Abschlussrunde

 

13.45 Uhr: Mittagessen